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Geschichte des Gocarts und Kettcar
Filed under: Allgemein
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13 Mai |
Die Ära Adenauer war nicht nur die Zeit des sogenannten Adenauer Mercedes (Mercedes-Benz 300), sondern auch andere motorisierte Fahrzeuge fanden in dieser Zeit ihren Ursprung. Die Rede ist von Gocarts und dem Kettcar.
Die Geburtsstunde des Elektrofahrrad ist 1956 in Los Angeles (USA) anzusiedeln. Der Ingenieur Art Ingles soll in dieser Zeit den Versuch gestartet haben, den Motor eines Rasenmähers als Antrieb für ein selbst gebasteltes Fahrgestell zu nutzen. Und das Experiment war erfolgreich! Schon kurz darauf konnte Art Ingles mit seinen Söhnen und den selbstgemachten, sogenannten „Go-Karts“ durch die Gegend fahren und kleine Rennen veranstalten. Das Prinzip dieser ersten Gocarts war sehr einfach und fand deswegen schnell Nachahmer. Bereits 1957 wurde der erste Go-Kart-Club eröffnet, der Go-Kart-Club of America, der die ersten offiziellen Rennen mit mehreren Teilnehmern veranstaltete.
Von hier an begann das Gocart als Fahrzeug, Sportgerät und Rennfahrzeug die ganze Welt zu erobern. Schon 1959 wurden auf der Paris Salon d’Automobile, der Motor Show von Paris, zwei Gocarts vorgestellt, die von Motorsägenmotoren angetrieben wurden und für Furore unter den Anwesenden sorgten. Kurz darauf waren die neuen Gocarts überall in der Presse zu bewundern.
Spätestens seit dem Jahr 1960 tauchten auch die ersten Gocarts in Deutschland auf und alle wurden vom Gocart-Fieber gepackt- erste Vereine wie beispielsweise der Go-Kart-Club von Deutschland e.V. (GKCD) wurden gegründet und die ersten Hersteller für Gocarts ließen sich nieder.
Auch die 1949 gegründete Firma Kettler folgte dem Trend und baute das legendäre Kettcar. Das Kettcar erhielt seinen Namen aus der Mischung des Firmennamen Kettler mit der Gattung des Fahrzeugs Gocart. Auch wenn sich das Kettcar äußerlich nicht so sehr vom Gocart unterscheidet, so ist der größte Unterschied doch, dass das Kettcar nicht motorisiert ist, sondern mit Pedalen angetrieben wird. Als erstes Fahrrad mit Aluminiumrahmen, das für den Breitensport geeignet war und damit einer großen Masse von Menschen zugänglich wurde, war das Kettcar eine fast revolutionäre Entwicklung und erfreute sich größter Beliebtheit. Bis heute ist das Kettcar eines der begehrtesten Kinderfahrzeuge in der Branche.
Auch wenn die Gocarts zu einer großen Welle der Begeisterung führten, so konnte sich diese Form des Rennsportes doch noch nicht richtig als vollwertige Sportart etablieren und blieb eher im Randbereich der Motorsportarten.
Dies änderte sich erst, als ein 4-jähriger Junge namens Michael Schumacher immer mehr Reden von sich machte und ab dem 5. Lebensjahr ein Gocart-Rennen nach dem anderen gewann und darin ein ausgesprochenes Talent und Geschick bewies. Spätestens nach seinem Durchbruch 1991 in der Formel 1 ist mit der Bekanntheit von Michael Schumacher auch die Popularität des Gocartfahrens explosionsartig angestiegen.
Heute ist sowohl das Gocartfahren als auch das Kettcarfahren ein sehr beliebter Freizeitsport, aber auch Profi-Rennsport bei Kindern und Jugendlichen jeder Altersstufe.
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