Konrad Adenauer

deutschlands erster Bundeskanzler

Außenpolitik Konrad Adenauers
13
Aug

Adenauers Bestrebungen in der Außenpolitik galt durch vorteilhafte Bündnisse und Friedensschließungen die Souveränität und den Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck war seine Politik stark nach Westen orientiert. Eine Verständigung und Aussöhnung von Deutschland und Frankreich war für die Zukunft Europas notwendig. Letztendlich gelang die Aussöhnung mit Frankreich in drei Etappen: Einmal wurde 1950 durch den Schuman-Plan die gemeinsame Kontrolle von Kohle, Eisen und Stahl in Europa geregelt ; dieser wurde später (1952) durch die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) abgelöst. Weiterhin trug der Saarvertrag im Jahr 1957 dazu bei die Zugehörigkeit des Saarlands zu klären; da sich die Saarländer Bevölkerung gegen die Europäisierung entschied, wurde es als zehntes Bundesland an Deutschland angegliedert. Die deutsch-französische Freundschaft besiegelte dann der Elysée-Vertrag im Jahr 1963, bei dem der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die langjährige Feindschaft begruben und mit diesem Vertrag eine enge Zusammenarbeit der beiden Staaten förderten.

Durch die starke Westintegration der BRD erlangte sie bereits 1955 volle Souveränität. Die Pläne einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft ( EVG) sahen eine Wiederbewaffnung Deutschlands vor, indem Deutschland einen Teil einer europäischen Armee stellen sollte. Diese Pläne wurden heftigst umstritten und scheiterten an der Ablehnung durch Frankreich. Nach den Pariser Verträgen konnte Deutschland daraufhin 1955 der NATO beitreten.

Ein weiteres Ergebnis der Außenpolitik in der Ära Adenauers ist die sogenannte „Hallstein-Doktrin“. Der Kanzler Konrad Adenauer wollte erreichen, dass nur die Bundesrepublik Deutschland stellvertretend für das ganze Deutschland steht; die DDR sollte soweit zurückgedrängt werden bis sie mehr oder weniger dazu gezwungen ist, sich der Bundesrepublik anzuschließen. Da sich die Bundesrepublik bereits den Westmächten angeschlossen hatte und der NATO beigetreten war, unterstützte die UdSSR jetzt die Entstehung zweier verschiedener Staaten Deutschlands (BRD und DDR).
Adenauer verfolgte eine harte Abgrenzungspolitik zur DDR; in der Hallstein-Doktrin von 1955 droht die Bundesrepublik, dass sie jegliche Beziehungen zu Staaten abbrechen werde, die die DDR anerkennen.

Zugunsten von 10.000 Kriegsgefangenen, die sich zu dieser Zeit aber noch in der UdSSR befanden, machte Konrad Adenauer eine (die einzige) Ausnahme und nahm die Verhandlungen mit der UdSSR auf.

Sowohl in der Außenpolitik als auch in der Innenpolitik konnte Konrad Adenauer immer wieder Stärke und Durchsetzungsvermögen beweisen. Aus diesem Grund spricht man auch von der Ära Adenauers.